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Holzpellets

Was sind Holzpellets?
Ohne Zugabe von Bindemitteln werden unbehandelte Hobel und Sägespäne unter hohem Druck verdichtet.
Der Rohstoff für die Herstellung von Holzpellets ist ein Neben- bzw. Abfallprodukt der holzverarbeitenden Industrie und damit kostengünstig verfügbar.
Mit hochverdichteten Presslingen steht ein homogener, naturbelassener und automatisch beschickbarer Brennstoff zur Verfügung.




Anforderungen an den Rohstoff für Holzpellets
- Reinheit: Holzpellets sind ein biologischer Brennstoff mit gutem Image. Demzufolge dürfen – auch aus Gründen der Kundenakzeptanz – keine kontaminierten Stoffe eingesetzt werden.
- Trockenheit: Für einen optimalen Pelletierungsprozess ist die maximale Holzfeuchte auf etwa 14 Prozent begrenzt.
- Preiswert: Das derzeit eingesetzte Rohmaterial fällt als Nebenprodukt beim Hobeln und Sägen an.

Der Energieaufwand für industriell hergestellte Holzpellets ist im Vergleich zum eigentlichen Energieinhalt mit einem Anteil von etwa drei bis sieben Prozent recht gering.
Abhängig von den Anforderungen an die Aufbereitung des Ausgangsmaterials, insbesondere Trocknung und Zerkleinerung, kann dieser Wert jedoch variieren.
Auf dem Markt sind überwiegend Pellets mit einem Durchmesser von 6 bzw. 8 mm und einer Länge von bis zu 40 mm.
Die homogene Beschaffenheit und Rieselfähigkeit erlaubt problemlos eine vollautomatische Zuführung in den Brennraum des Pelletkessels.
Der Heizwert entspricht etwa 5 kWh/kg, so dass mit zwei Kilogramm Pellets etwa ein Liter Heizöl bzw. ein Kubikmeter Erdgas ersetzt werden kann.

Steckbrief Holzpellets
- Heizwert: 5 kWh/kg (Heizöl: ca.10 kWh/l, Erdgas: ca.10 kWh/m3)
- Schüttgewicht: 650 kg/Schüttkubikmeter [Sm³]
- 1 Sm³ bzw. 650 kg Holzpellets ersetzen ca. 325 l Heizöl
- Durchmesser: 6–8 mm
- Länge: 5–40 mm
- Restfeuchtigkeit: 8–10%
- Spezifisches Gewicht (Dichte): 1,2 kg/dm³
- Staubanteil: max. 1%
- Aschegehalt: < 0,5%
- Rohstoff: Hobel- und Sägespäne, naturbelassen
- Glatte Oberfläche
- Energieaufwand zur Herstellung: ca. 3% des Energiegehalts

Qualtität Holzpellets
Neben dem Preis wird die Qualität immer das entscheidende Kriterium für den Pelleteinkauf bleiben.
Die genannten Merkmale sind Mindestanforderungen und werden für Deutschland bisher in der DIN 51731 geregelt. Hochwertige Holzpellets mit höheren Anforderungen garantiert die Einstufung nach der österreichischen ÖNORM M 7135.
Diese unterschiedlichen Anforderungen sind nun in der DINplus („Holzpellets zur Verwendung in Kleinfeuerstätten“) kombiniert. Eine Zertifizierung nach dem Qualitätszeichen DINplus gewährleistet eine hohe Pelletqualität, die im Wesentlichen der ÖNORM entspricht und auch von Kesselherstellern anerkannt ist.

Eine erste, eigene Qualitätsprüfung kann mit bloßem Auge vorgenommen werden.
Als positiv zu bewerten ist eine matt glänzende, möglichst glatte Oberfläche und ein geringer Staubanteil. Sind Holzpellets extrem dunkel bzw. „bunt“, kann das ein Hinweis auf einen hohen Rindenanteil (höherer Ascheanfall), Gras oder andere Zuschlagstoffe sein, die in der DIN-Norm nicht zugelassen sind.
Außerdem dürfen Holzpellets nicht im Wasser schwimmen, da dies ein Hinweis auf eine zu geringe Verdichtung wäre. (Spezifisches Gewicht (Dichte): 1,2 kg/dm³)

Kauf und Bevorratung von Holzpellets

Grundsätzlich wird zwischen „loser Ware“ und den Gebinden „Big-Bag“ und „Sackware“ unterschieden.
Die Anlieferung „loser Ware“ im Silotankwagen ist vor allem dort interessant, wo eine größere Pelletmenge im Keller eingelagert und von dort dem Heizkessel automatisch zugeführt werden kann.
Handlicher sind stapelbare Säcke mit etwa 15 bis 25 kg Inhalt, die in der Regel palettenweise angeliefert werden oder auch für Selbstabholer geeignet sind.
Ware in Säcken eignet sich besonders für die Beschickung von Pellet-Kaminöfen oder Pelletheizkesseln mit so genannten Tagesbehältern für den Brennstoff.
Werden Holzpellets lose angeliefert und gelagert, ist ein geschlossener und staubdichter Lagerraum zu empfehlen. Für die Befüllung sind zwei Anschlüsse – zum Einblasen der Pellets und zum Absaugen des entstehenden Staubes bzw. für den Druckausgleich – notwendig.
Aus elektrostatischen Gründen sollten Kunststoffrohre vermieden und statt dessen Metallrohre mit einem Durchmesser von etwa 100 mm eingesetzt werden.
Damit Holzpellets beim Einblasen nicht zerbröseln oder die gegenüber liegende Wand beschädigen, ist bei Wandabständen unter 4 Metern der Einsatz einer so genannten Prallmatte aus Gummi zu empfehlen.
Der Rohlagerraum kann nach der Faustregel 0,9 m3 pro kW Wärmeleistung berechnet werden.

Lagerraum für Holzpellets:
- Pelletlagerraum gegen Feuchtigkeit schützen
- staubdichte Ausgestaltung
- zwei Anschlüsse/Kupplungen: Einblasen der Pellets und Staubabsaugung
- Kupplungen kennzeichnen: „Einblasen“ und „Staubabsaugung“
- Metallrohre und Kupplungen müssen innen glatt sein
- Einsatz einer Prallmatte aus Gummi
- keine elektrischen Installationen

Welche Pelletheizsysteme gibt es?
Pelletheizungen werden überwiegend in Leistungsbereichen bis 50 kW eingesetzt. Pelletheizkessel können zur Einzelraumbeheizung oder als Zentralheizung genutzt werden und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

a) Pellet-Einzelöfen
Pellet-Einzelöfen (freistehend oder als Kamineinsatz) werden häufig im Wohnbereich zur Einzelraumbeheizung eingesetzt. Die sichtbare Flamme bei der Holzverbrennung bietet für viele zusätzlichen Wohnkomfort.
Mit dem Betrieb des Pellet-Einzelofens ist prinzipiell auch die Einbindung in das Zentralheizungssystem möglich. Voraussetzung dafür ist ein integrierter Wärmetauscher, der an den Heizkreis angeschlossen wird. Der Einzelofen im Wohnzimmer kann dann als zentraler Heizkessel für die gesamte Wärmeversorgung eingesetzt werden.

b) Pellet-Zentralheizung
Mit Pellet-Zentralheizungsanlagen können Wohngebäude ganzjährig und effizient mit Wärme versorgt werden.werden. Neben den ökologischen Vorteilen hält die Installation und der Betrieb dieser Heizsysteme einem Vergleich mit dem Einsatz einer modernen Ölzentralheizung jederzeit stand.

Kombination „Holzpellets und Solarenergie“
Eine optimale Ergänzung zur Pelletheizung stellt die thermische Solaranlage dar.
Vor allem bei einer Kombination mit Pellet-Einzelöfen kann im Sommer und in den Übergangszeiten der Brauchwarmwasserbedarf mittels direkter Sonneneinstrahlung gedeckt werden.

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