Flächenbedarf
Die zur Installation der PV-Module notwendige Fläche ist abhängig von der gewünschten Anlagengröße und Montageart.
Bei einer Schrägdachmontage entspricht der Flächenbedarf der gewählten Modulfläche. Für eine grobe Abschätzung können Sie von 8 - 9 m²/kWp ausgehen.
Bei einer Flachdachmontage werden die PV-Module in Reihen geneigt aufgestellt.
Um eine gegenseitige Verschattung der Reihen zu verhindern, muß der Abstand zwischen den Reihen ca. das 6fache der Höhe einer Modulreihe betragen. Der Flächenbedarf bei Flachdachmontagen entspricht etwa der 4 - 5fachen PV-Modulfläche.
Ausrichtung
Optimal ist Südausrichtung und eine Neigung des PV-Moduls von 28°. Kleinere Abweichungen führen zu nur unerheblichen Ertragseinbußen.
So verringern Abweichungen bis 30° von der Südrichtung nach Osten oder Westen den Ertrag um maximal 8%. Bei optimaler Südausrichtung, jedoch mit einem Neigungswinkel von 60° ergeben sich 12%, bei einer senkrechten Montage (Fassade) 25 bis 30 % Verlust.
Verschattung
Verschattungen führen zu erheblichen Ertragseinbußen. Dabei wirken sich teilweise Verschattungen überproportional aus. Selbst Verschattungen aus einem Antennenmast oder Stromleitungen müssen unbedingt vermieden werden.
Sonnenbahnanalysatoren ermöglichen eine genaue Analyse der Verschattungssituation.
Tragfähigkeit
Bei Schrägdachmontagen treten meist keine Probleme hinsichtlich des Lastabtrags auf. Die Module sind parallel zur Dachfläche, in der Regel mit einem geringem Abstand zur Dachfläche montiert, so das sich kaum Windangriffsfläche bietet. Die Belastung wird über Aluminiumprofile an die am Sparren befestigten Dachanker abgetragen. PV-Module haben ein Flächengewicht inkl. Aluminium-Unterkonstruktion von weniger als 0,2 kN/m² Ein statischer Nachweis braucht bei einer Schrägdachmontage in aller Regel nicht erbracht zu werden.
Bei Flachdachaufstellung treten häufig hohe Lasten durch Aufständerung (Windlast (Sog/Druck)) bzw. durch zusätzlich notwendige Gewichte auf. Insbesondere bei leichten Hallenkonstruktionen erschweren deshalb statische Probleme eine unaufwendige Montage.
Montage
Der Anschluss der PV-Anlage an das öffentliche Netz muß von einem zugelassenen Elektroinstallateur erfolgen.
Bei Arbeiten auf Dächern ist auf die Arbeitssicherheit zu achten, da Unfälle meist zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tode führen. Ein auf der Leiter transportiertes Standard-PV-Modul bietet eine nicht zu unterschätzende Windangriffsfläche.
Garantie
Die Hersteller von Solarmodulen bieten inzwischen Garantien zwischen 10 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer von Fotovoltaikmodulen liegt bei 30-40 Jahren.
Verwenden Sie jedoch ausschließlich zertifizierte Markenmodule mit definierten Garantiezeiten. Bei der Garantie wird unterschieden in Produkt- und Leistungs-Garantie.
Die Leistungsgarantie gibt eine Toleranz in Prozent an, von dem in einem fest erklärten Zeitraum maximal abgewichen werden darf. Viele Wechselrichter haben standardmäßig 5 Jahre Garantie. Eine Garantieverlängerung ist kostenintensiv, und steht meist nicht im Verhältnis zum Neupreis.
Ein Wechselrichter müssen i.d.R. nach ungefähr 10 Jahren ausgetauscht werden. Dieses ist in einer wirtschaftlichen Vorrausschau zu beachten.
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